Zwischen dem 18. und 21. Februar fand die traditionelle Büsinger Buurefasnacht 2010 statt. Höhepunkt war der Umzug mit 83 Gruppen und ca. 2600 Teilnehmern aus Büsingen, der Schweiz und Süddeutschlandund. Bei kaltem, aber sonnigem Wetter kamen viele Schaulustige zu diesem farbenfrohen Spektakel.
Im und um das Restaurant Waldheim fand am 28. November der 23. Büsinger Weihnachstmarkt statt, dessen Erlös an diheiplus ging. Bei schönem Wetter kamen viele Besucher, um die schönen Stände und die verschiedenen Programmpunkte zu erleben.
Bild1: Maronistand und der Stand des Frauenvereins
Bild 2: Waldheim-Wirt Andreas Scheid hatte die Idee ein Diorama mit Tieren aus heimischen Wäldern aufzustellen und kombinierte dies mit einem Wettbewerb. Die Besucher hatten die Aufgabe Fälle den richtigen Tierarten zuzuordnen. Zu gewinnen gab es eine Kutschfahrt, ein Waldheimgutschein und als dritten Preis einen Korb mit Büsinger Produkten.
Bild 3: Der Mann mit der Drehorgel drehte seine Runden mit einer Fülle von verschiedenen Musikstücken.
Bild 4: Kurz bevor der Samichlaus mit Esel und Schmutzli kam, sangen Kinder der Büsinger Grundschule ein paar Weihnachtslieder.
Am 20. September 2009 gab der Ludwigsburger Organist Thomas Horn ein Konzert in der Büsinger Bergkirche. In seiner Einleitung erklärte er, dass er sein Programm speziell auf die Möglichkeiten der Wegscheider Orgel der Bergkirche abgestimmt habe. In der Tat waren zum Teil ganz neue und ungewohnte Klänge von dieser Orgel zu hören. Es standen Werke von Johann Sebastian Bach, Jehan Titelouze, Jan Pieterszon Sweelinck, Johann Jakob Froberger und Carl Philipp Emanuel Bach auf dem Programm. Der folgende Videoclip zeigt einen Ausschnitt aus diesem Konzert: Sonate F-Dur Wq 70/3, H 84 von Carl Philipp Emanuel Bach.
Am 18. September wurde die Buchthalerstrasse nach umfänglichen Sanierungsarbeiten wieder für den Verkehr frei gegeben. Bei einem kleinen Apero am Hofladen von Andres und Helen von Ow, bedankte sich Bürgermeister Gunnar Lang bei den rund dreissig am Projekt beteiligten Personen.
Während einer nächtlichen Wanderung im Umfeld eines Maisschlags, fiel dieser Dachs in einen neuen Schacht bei der Buchthalerstrasse, die zur Zeit wegen Ausbauarbeiten gesperrt ist. Der Jungdachs hatte sich wohl gerade den Bauch mit reifen Maiskörnern vollgeschlagen und nicht mehr so genau geschaut wo er hinlief. Die Dachspopulation ist in Büsingen, wie in ganz Deutschland, stark gestiegen. Auf der Buchthalerstrasse und der Strasse nach Herblingen sind schon des öfteren Dachse angefahren oder überfahren worden.
Am Samstag den 5. September fand die traditionelle Büsinger Waldbegehung 2009 statt. Peter Stamm, Präsident des Kleintierzüchtervereins Büsingen, hatte im Büsinger Rhyhölzle-Wald einen kleinen Lehrpfad eingerichtet: Totholzhaufen, stehendes Totholz, Feldsteinhaufen, Natursteinmauern und ein Wildbienenhotel waren Beispiele dafür, wie unsere Kulturlandschaft für viele Wildtiere aufgewertet werden kann. Forstdirektor Johann Hahnloser gab fundierte Informationen zur nachhaltigen Waldnutzung. Dabei wurde auch der Bogen geschlagen von der in früheren Zeiten üblichen Rückearbeit mit Pferden und der heute üblichen hochtechnisierten Holzernte. Am Campingplatz Laag fand dann der Abschluss der Waldbegehung statt, mit Grillwurst und dem guten Büsinger Wein.
Kürzlich wurden in Büsingen unweit der Gailinger Strasse zehn Störche auf einem Feld gesichtet (siehe auch den Artikel in den Schaffhauser Nachrichten). Sie hatten wohl kurz Halt gemacht, auf ihrem Zug Richung Winterquartier in Afrika. Könnte dies vielleicht auch ein gutes Omen für mehr Kinder in Büsingen sein? Schön wäre es ja, denn Büsingen ist die zweitälteste Gemeinde in Baden-Württemberg. Büsingens Bürger waren zum Jahresende 2008 im Durchschnitt 49 Jahre alt. Einer Vielzahl von Betagten und Hochbetagten steht eine Minderheit von Kindern und Jugendlichen gegenüber. Büsingen wird übrigens nur von der Gemeinde Untermarchtal im Alb-Donau-Kreis übertroffen, zu der das Kloster Untermarchtal gehört.
Bürgermeister Gunnar Lang lud am 1.9.2009 zur Podiumsdiskussion in das Büsinger Bürgerhaus. Gekommen waren Baden-Württembergs Finanzminister Willi Stächele (CDU), der Bundestagsabgeordnete Andreas Jung (CDU) und die Landtagsabgeordnete Veronika Netzhammer (CDU). Zuerst stellte Andreas Jung die aus seiner Sicht drängendsten Büsinger Probleme und mögliche Lösungen vor:
Die höheren Schweizer Krankenkassenprämien für EU-Grenzgänger, im Vergleich zu Schweizer Bürgern.
Die deutsche Besteuerung von Schweizer Arbeitslosengeld und Kurzarbeitergeld.
Die niedrigeren Schweizer Kinderzulagen.
Bürgermeister Gunnar Lang erläuterte die genannten Probleme noch einmal aus seiner Sicht und sprach darüber hinaus, die daraus resultierenden Folgen für Büsingen an: Junge Leute ziehen weg, es gibt immer weniger Kinder und Büsingen wird immer älter. Letzteren Punkt untermauerte er mit neuesten Daten des statistischen Landesamts. Danach ist Büsingen die Gemeinde mit dem zweithöchsten Altersdurchschnitt der Bewohner in ganz Baden-Württemberg (49 Jahre).
Andreas Jung bestätigte seinen Willen, sich für die speziellen Anliegen der Büsinger Bürger zu engagieren – auch nach der Bundestagswahl. Finanzminister Stächele gab den Rat, über das Angebot von günstigen Bauplätzen, junge Familien nach Büsingen zu holen. Ausserdem könnte die Attraktivität Büsingens vielleicht noch stärker touristisch genutzt werden.
Danach wurden mehrere Fragerunden durchgeführt, in welchen die recht zahlreich erschienenen Besucher, Fragen an die Politiker richten konnten. Dabei ging es um Steuerfragen, die Wirtschaftsförderung, die Abwanderung von Deutschen in die Schweiz und andere Themen. Nach rund zwei Stunden wurde die Veranstaltung beendet.
Einen neuen Besucherrekord erreichten die 17. Kammermusiktage vom 28. bis 30. August in der Büsinger Bergkirche. Dies lag nicht zuletzt an den aufgebotenen, hochkarätigen Musikern:
Auryn-Quartett
Tabea Zimmermann (Viola)
Wen-Sinn Yang (Violoncello)
Angela Kerrison (Sopran)
Das Auryn-Quartett war schon des öfteren in der Berkirche zu Gast und bildete das musikalische Rückgrat der Kammermusiktage 2009. Es eröffnete die Konzertreihe mit dem Streichquartett “Der Traum” von Joseph Haydn. Zusammen mit der weltweit renommierten Bratschistin Tabea Zimmermann wurde das Quintett F-Dur von Anton Bruckner gespielt. Im Nachtkonzert am Samstag gab Tabea Zimmermann ein fulminantes Soloprogramm mit Werken von Max Reger, Heinz Holliger und J. S. Bach.
Ein weiterer Höhepunkt des Festivals war das Schlusskonzert mit Luigi Boccherinis Stabat Mater. Das Auryn-Quartett wurde mit Wen-Sinn Yang zum Quintett, ergänzt durch die Sopranistin Angela Kerrison. Eine Darbietung, die sowohl musikalisch als auch inhaltlich perfekt in das Ambiente der Büsinger Bergkirche passte und viele Zuhörer tief berührte.